Rückblick auf eine erfolgreiche Vertreterversammlung online

Jubiläumsjahr 2019 sehr arbeitsintensiv und mit gutem Ergebnis

Nachdem die ursprünglich für Juni vorgesehene Vertreterversammlung wegen Corona auf Ende Oktober verschoben wurde, hatten die Organisatoren der Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück noch einige Zeit gehofft, die Vertreterversammlung im Oktober traditionell wieder als Präsenzveranstaltung im Kurhaus durchführen zu können. Schnell war dann aber klar, dass man in diesem Jahr erstmalig andere Wege gehen muss: die Durchführung der ersten digitalen Vertreterversammlung wurde beschlossen.

Vertreterversammlung online
Horst Weyand und sein Vorstandskollege Odo Steinmann zeigten sich mit dem Verlauf der ersten digitalen Vertreterversammlung der Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück sehr zufrieden.

Der Ablauf war ähnlich wie bei einer Präsenzveranstaltung, berichtet Vorstandsvorsitzender Horst Weyand: „Auf einer geschützten digitalen Plattform wurden alle Informationen und Inhalte eingestellt, über die man auch im Kurhaus informiert hätte. Dabei war es uns wichtig, nicht nur Zahlen und Fakten zu präsentieren sondern per Video auch einige persönliche Worte an unsere Vertreterinnen und Vertreter zu richten.“ Vorstandsmitglied Odo Steinmann ergänzt: „Man hatte einen ganzen Tag Zeit, sich über die Inhalte zu informieren sowie Fragen und Anträge zu stellen.
Im Vergleich zur Präsenzveranstaltung hatte das auch den Vorteil, dass man zeitlich flexibel und durch die Mobilität, die Tablets und Smartphons bieten, auch an keinen bestimmten Ort gebunden war.“

Auch Michael Prinz zu Salm-Salm ließ es sich nicht nehmen, die Vertreterinnen und Vertreter per Video zu begrüßen und sich für deren Online-Teilnahme persönlich zu bedanken. „Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass die Möglichkeit der digitalen Mitbestimmung so rege genutzt wurde. Denn auch für uns war das eine Premiere. Zugleich haben wir natürlich auch die Hoffnung, dass wir uns im nächsten Jahr wieder persönlich in dem gewohnten vertrauten Rahmen, den wir seit vielen Jahren sehr schätzen, im Kurhaus treffen können. “, resümiert der Aufsichtsratsvorsitzende.

Beschlüsse mit großer Mehrheit gefasst

Mit dem Verlauf der digitalen Veranstaltung war man sehr zufrieden. Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet. Die nach Ablauf der Wahlzeit ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Michael Prinz zu Salm-Salm, Dr. Carl Thomas Ewald, Dagmar Silvery und Kerstin Zerfaß stellten sich zur Wiederwahl und wurden erneut in das Gremium berufen.

Die Dividendenzahlung an die Mitglieder der Volksbank nahm in diesem Jahr einen ganz besonderen Stellenwert ein. Aufgrund der Corona-Pandemie hatte die europäische Bankenaufsicht ein faktisches Dividendenverbot für Kreditinstitute ausgesprochen. Ziel des Verbots war es, das Eigenkapital der Banken zu stärken, um gegen mögliche Kreditausfälle in Folge des drastischen Wirtschaftsabschwungs gewappnet zu sein. Die deutsche Bankenaufsicht verfolgt diese Zielsetzung ebenfalls, erlaubt allerdings Dividendenausschüttungen in begrenztem Umfang. Aufgrund des guten Geschäftsergebnisses in 2019 beschlossen Aufsichtsrat und Vorstand der Volksbank, von dieser Öffnungsklausel Gebrauch zu machen und der Vertreterversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 1,75 % vorzuschlagen. Dies wurde mit großer Mehrheit beschlossen.

Vorstellung neues Vorstandsmitglied Frank Arens

Nicht nur wegen der erstmaligen Online-Abstimmung war die diesjährige Vertreterversammlung ungewöhnlich. Spontan nutzte man die digitale Plattform auch, um ein neues Mitglied im Volksbank-Vorstands-Team vorzustellen. Herr Frank Arens wird im Rahmen einer längerfristigen Nachfolgeregelung für Herrn Weyand seine neue Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück aufnehmen. Der gebürtige Kölner kommt aus dem Sparkassensektor und ist bereits nach Bad Kreuznach umgezogen. Ab November hat er die Möglichkeit, die Volksbank kennenzulernen und sich mit seinem neuen verantwortungsvollen Aufgabengebiet mit Unterstützung des Vorstands-Duos Horst Weyand und Odo Steinmann vertraut zu machen.

Das Geschäftsjahr 2019

Das zurückliegende Jahr 2019 war für die Volksbanker ein ganz besonderes Jahr! Gemeinsam mit Mitgliedern, Kunden und langjährigen Weggefährten feierten sie „150 Jahre Volksbank“ und blicken auf zahlreiche Veranstaltungen mit tollen Begegnungen und einem ganz speziellen Jubiläums-Flair zurück. Engagiert unterstützte die Volksbank auch 2019 wieder zahlreiche Vereine und gemeinnützige Institutionen mit insgesamt 197 TEUR - Jubiläumsbonus inklusive.

Gewohnt intensiv war auch das Arbeitspensum der mehr als 300 Mitarbeiter/innen. Wiederholt bestimmten die Dauerthemen Digitalisierung, anhaltende niedrige Zinsen und zunehmende Regulatorik den ganz „normalen“ Bankalltag. Nebenher stemmte man den Umzug in die neue Hauptstelle und begann mit dem 2. Bauabschnitt, dessen Fertigstellung für das Frühjahr 2021 geplant ist.

Das Geschäftsjahr 2019 in Zahlen

Die Bilanzsumme stieg um 108 Mio. Euro auf 1.815 Mio. Euro und lag mit einem Plus von 6,4 % auch in diesem Jahr über dem Durchschnitt der Genossenschaftlichen Bankengruppe. Die hohe Kreditnachfrage und der Abruf bereits im Vorjahr zugesagter Finanzierungen führte bei den Kundenkrediten zu einem Wachstum um 10,7 % auf 1.283 Mio. Euro. Das Kreditportfolio ist ausgewogen strukturiert hinsichtlich Branchenverteilung und Größenstruktur.

Auch die Kundeneinlagen haben sich im Geschäftsjahr 2019 erhöht. Die Spareinlagen wuchsen um 11 Mio. Euro auf 375 Mio. Euro. Die anderen Einlagen stiegen um 78 Mio. Euro auf 984 Mio. Euro. Gleichzeitig erhöhten sich auch die Anlagen der Kunden in Wertpapiere, insbesondere bedingt durch gestiegene Kurse an den Finanzmärkten. Das betreute Kundenvolumen (Bilanzvolumen einschließlich Wertpapier- und Verbundgeschäft) konnte um 182 Mio. Euro gesteigert werden und liegt nun bei 2.202 Mio. Euro. Das bilanzielle Eigenkapital beträgt 191 Mio. Euro. Es stieg um 7,7 Mio. Euro. Trotz Niedrigzinsphase konnte der Zinsüberschuss um 2,2 % auf 29,8 Mio. Euro verbessert werden. Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 3.8 % auf 14,7 Mio. Euro. Die Verwaltungsaufwendungen verminderten sich um rund 340.000 Euro oder 1,2 % auf 28,9 Mio. Euro.

Ausblick

Durch konsequentes Kostenmanagement und die permanente Optimierung von Geschäftsprozessen will man die Verwaltungsaufwendungen weiter optimieren. Obwohl der Zinsüberschuss leicht verbessert werden konnte, sehen Horst Weyand und Odo Steinmann im fortwährenden Niedrigzinsumfeld potentiell belastende Effekte für die Ertragslage. Die genauen negativen ökonomischen Auswirkungen durch die globale Ausbreitung des Coronavirus können aktuell in ihrem ganzen Umfang noch nicht eingeschätzt werden. So rechnet man für das Geschäftsjahr 2020 zwangsläufig mit einem rückläufigen Ergebnis.

Trotz der aktuell schwierigen Bedingungen sehen sich Horst Weyand und Odo Steinmann mit ihrem Volksbank-Team gut aufgestellt: „Die Herausforderungen werden immer größer, das Marktumfeld wird zunehmend schwieriger. Gerade jetzt in den aktuell sehr bewegten Zeiten ist es wichtig, dass sich unsere Kunden und die regionale Wirtschaft auf uns verlassen können!“