Corona-Pandemie: Finanzierungshilfen der KfW, ISB und Bürgschaftsbank

Die Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück eG wird ihre Firmen- und Gewerbekunden in dieser schwierigen Phase schützen und unterstützen.

Bei zahlreichen Unternehmen sind jetzt Lieferketten unterbrochen, dadurch werden Aufträge storniert und Umsätze brechen ein. Bei einigen Branchen sind durch die Schließung des Geschäftsbetriebes und die Absage von Messen und Veranstaltungen die Geschäftsgrundlagen einfach weggefallen. Dies kann die Unternehmen in eine schwierige Situation bringen.

Einige Unternehmen haben uns auf die Tilgungsaussetzung von Kreditverbindlichkeiten angesprochen. Wir haben bereits jetzt Möglichkeiten, diese – nach Prüfung des Einzelfalls – für einen befristeten Zeitraum zu vereinbaren.

Welche Unterlagen sind zwingend vor einem Beratungsgespräch in unserer Bank einzureichen?

  • Jahresabschlüsse bzw. Einnahmen-/Überschussrechnungen für die Jahre 2017/2018
  • Betriebswirtschaftliche Auswertungen (Erfolgsrechnung / Summen- und Saldenliste) aus dem Jahr 2019 (möglichst Dezember 2019)
  • Eine Aufstellung über den zu erwartenden Liquiditätsbedarf bzw. Liquiditätsplanung für zwei Jahre, möglichst ergänzt um eine Rentabilitätsplanung
  • Erläuterungen, aus welchen Gründen das Unternehmen von der Corona-Krise betroffen ist

Bitte helfen Sie uns, damit wir Ihren Antrag schneller bearbeiten können. Auch wenn wir viele Daten von Ihnen bereits vorliegen haben, ist es für uns wichtig, diese auf Aktualität zu prüfen, um Ihren Antrag zügig bearbeiten / an öffentliche Finanzinstitute weiterleiten zu können.

Senden Sie das ausgefüllte Dokument elektronisch an Ihren Berater oder an das Postfach firmenkunden@voba-rnh.de

Was ist grundsätzlich zu beachten?

Bitte beachten Sie, dass Geschäftsmodelle von Unternehmen bereits vor dem Ausbruch der Krise wirtschaftlich tragfähig gewesen sein müssen und dass Unternehmen über eine gute Bonität verfügen müssen. Bei drohender Insolvenz, insbesondere bei Illiquidität, ist eine Kreditfinanzierung schon aus formalen Gründen nicht mehr möglich.

Finanzierungshilfen der KfW

Teil des Maßnahmenpaketes der Bundesregierung ist ein Sonderprogramm der KfW, um mit Sofortkrediten den Unternehmen dringend benötigte Liquidität kurzfristig zur Verfügung zu stellen. Die KfW nutzt dazu die bestehenden Kredite für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler und verbessert dort die Zugangsbedingungen und Konditionen.

Die KfW hat für kleine und mittlere sowie für große Unternehmen je ein Sonderprogramm aufgelegt und die Kreditbedingungen nochmals verbessert. Anträge auf Mittel aus dem KfW-Sonderprogramm können ab sofort bei der Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück eG gestellt werden.

Die KfW differenziert in ihren Förderprogrammen nach Unternehmensalter.

  • KfW-Unternehmerkredit

Für Unternehmen, die seit mehr als 5 Jahren am Markt bestehen, gibt es den KfW-Unternehmerkredit. Die KfW-Corona-Hilfe für Investitionen und Betriebs­mittel übernimmt bis zu 90% Risikoübernahme.

  • ERP-Gründerkredit-Universell

Wenn Ihr Unternehmen mindestens 3 Jahre am Markt aktiv ist, können Sie einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel beantragen. Dabei übernimmt die KfW einen Teil des Risikos Ihrer Bank:

  • Für große Unternehmen bis zu 80 % Risikoübernahme
  • Für kleine und mittlere Unternehmen bis zu 90 % Risikoübernahme

Wenn Ihr Unternehmen weniger als 3 Jahre am Markt aktiv ist, können Sie ebenfalls einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel beantragen. Nach heutigem Kenntnisstand ist eine Risikoübernahmen durch die KfW nicht geplant.

Hinweis: Ergänzende Maßnahmen der Bundesregierung sind derzeit in Arbeit. Wir informieren Sie schnellstmöglich. Die Risikoübernahme erhöht Ihre Chance, eine Kreditzusage zu erhalten. Die unterschiedlichen Kreditrahmen finden Sie auf der KfW-Website.

Finanzierungshilfen der ISB Rheinland-Pfalz

Betriebsmittelbedarfe können wir mit folgenden Programmen abdecken, die über die Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück eG beantragt werden:

Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz

Die Bürgschaftsbank informiert über Maßnahmen und Fördermöglichkeiten und stellt ein Finanzierungsportal bereit.

  • Anhebung der Bürgschaftsobergrenze von 1,25 Mio. Euro
    auf 2,5 Mio. Euro
  • Schaffung einer Eigenkompetenz für Bürgschaften
    bis 250.000,- Euro

Wir beraten Sie gerne

zu den für Sie möglichen Programmen. Rufen Sie uns an unter 0671 378-4488 und hinterlassen Sie uns eine Rückruf-Nachricht.

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir im Moment eine Vielzahl von Anfragen zu bearbeiten haben. Ein Rückruf kann daher in der Regel nicht umgehend erfolgen. Sie werden aber nicht vergessen – versprochen!